Terra - Germania

Eine geniale Software eines Berliner Hauptkommissars erkennt gefälschte Ausweise zielsicher. Das Programm wurde aber vom Bundesministerium des Inneren bereits vor zwei Jahren abgelehnt. Wie beim Fingerabdrucksystem gibt es keine bundesweiten geschweige denn europaweiten Datenbanken. Das ganze Identitäten-Chaos in der Flüchtlingskrise scheint auf technisch mangelhaften Lösungen zu beruhen.SAN FRANCISCO - JUNE 14:  Counterfeit passports are shown at San Francisco International Airport June 14, 2002 in California. At more than 300 ports of entry across the U.S., a new system known as DataShare is being used to enable U.S. Immigration and Naturalization Service (INS) inspectors to see biographical information and photographs of visa holders who receive their documents at consular posts around the world.  (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)

Jeder kennt es aus Krimis, wenn Ermittler Bilder von Verdächtigen mit Datenbanken abgleichen und sofort fündig werden. Solche Software zur Gesichtserkennung gibt es auch in der Realität. Landeskriminalämter nutzen sie bereits zur Identifikation von Personen bei der Aufklärung von Fällen.

Komplexer wird es, wenn ein solcher Vergleich von Ausweisdokumenten auch länderübergreifend oder in noch größerem Maßstab funktionieren soll. Dies wäre besonders praktisch bei der internationalen Fahndung nach Terrorverdächtigen, die oft mehrere Identitäten benutzen.

Erstaunlicherweise existiert eine solche Software bereits. Der Berliner Hauptkommissar Wolfgang Volland hatte ein Programm zur Gesichtserkennung vor zwei Jahren beim Bundesinnenministerium vorstellt, damals lehnte die Behörde die Software kategorisch ab – aus Datenschutzgründen.

Mehrfache Asylantragstellung schneller…

Ursprünglichen Post anzeigen 43 weitere Wörter

Advertisements