Terra - Germania

302299279Der Bundesnachrichtendienst (BND) will 150 Millionen Euro ausgeben, um die Verschlüsselung von Instant-Messangern zu knacken. Das geht aus geheimen Haushaltsunterlagen hervor, die netzpolitik.org veröffentlicht hat. Datenschützer und Experten stehen den Plänen kritisch gegenüber.

Der Informatiker Professor Dr. Hannes Federrath bezeichnet die Bemühungen, in Zukunft Verschlüsselungen knacken zu wollen, im Sputnik-Interview als relativ aussichtslos:

„Mathematisch gesehen, sehe ich da überhaupt keine Chance, weder für die NSA, noch für den deutschen Nachrichtendienst, noch überhaupt für eine Sicherheitsstelle. Wenn man heute die besten Verfahren einsetzt — und das passiert gottseidank auch bei den modernen Apps —, dann gibt es überhaupt keine Möglichkeit, die Verschlüsselung selbst zu knacken.“

Hier gehe es offenbar um andere Ansätze, so der Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik. Dieses Programm sei auch gar nicht so angelegt, dass man versuchen wolle, die Verschlüsselung selbst zu knacken, sondern es gehe vielmehr darum, auf die Rechner, auf die Mobiltelefone, die Tablets von Endnutzern…

Ursprünglichen Post anzeigen 47 weitere Wörter

Advertisements